Fortsetzung: Trumps Zollkrieg: Lehren über Geschäft & Gewalt

Thu, 04. December 2025
von 19:30 Uhr bis 21:45 Uhr
Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein-Straße 6, 90429 Nürnberg

Dass „wir“ Trump nicht leiden können, ist in Deutschland und Europa ausgemachte Sache in den etablierten Kreisen von Politik und Öffentlichkeit. Letztere bewährt sich darin, alle Register der Hetze zu ziehen, mit der sie bisher eher die Un­holde östlicher und südlicher Weltgegenden dem Publi­kum zwecks herzlicher Verachtung nahegebracht hat.

Das nehmen die Vertreter der wirklichen Politik gern zur Kenntnis – zum Leitfaden ihres Umgangs machen sie diese Hetze aber nicht: Sie üben sich in berechnendem Opportu­nismus, wenn sie mit Trump zu tun haben, und geben damit den parteilichen Kommentatoren die teilnahmsvoll idiotische Frage auf, ob sie das mehr als Klugheit feiern oder als Ein­geständnis von Machtlosigkeit peinlich finden sollen. An Trump stören eben in Wirklichkeit nicht die ihm nachgesag­ten Untugenden, sondern der Inhalt seiner Politik und die Macht, mit der er die­se verfolgt.

Darum will unser Vortrag auf die imperialistische Konse­quenz aufmerksam machen, die in Trumps Bruch mit den Verkehrs­formen und Rechnungsweisen der bisherigen Welt­wirtschaftsordnung steckt. Das erpresserische Eintreiben von Tribut bei allen Handelspartnern ist seine Antwort auf den Widerspruch der globalen Konkurrenzordnung zu Nutz und Frommen des einen, sie stiftenden Konkurrenten. Und er kann das wegen der ungeheuren Leistung, die die vielge­rühmte „regelbasierte Welt­wirtschaft“ für ihren amerikani­schen Urheber erbracht hat.

Lesetipp: Trumps Zolloffensive: eine „Common Sense Revolution“ auf dem Weltmarkt. In: GegenStandpunkt 2-25, erhältlich im Buchhandel und beim Gegenstandpunktverlag.